Die digitale Schulbank

an der Medienprofilschule von n-21

Das Medienkonzept des GGM beruht auf dem Ansatz, digitale Medien mit ihren Vernetzungsmöglichkeiten in alltägliche Unterrichtszusammenhänge zu bringen. Vor diesem Zielhorizont wurde ab 1997 eine Umsetzungsstrategie entwickelt, die fortwährend an die veränderten Anforderungen an Schule und die dynamischen Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationsmedien (IuK-Medien) angepasst wird.

Die mediendidaktische Konzeption der Digitalen Schulbank dient dabei als Grundlage am GGM, die IuK-Medien in das Schulprogramm entsprechend der institutionellen Rahmenbedingungen zu integrieren.

Der Sprachenraum

Rahmenkonzept

  1. Die Umsetzung eines entwickelten Rahmenkonzepts für die gesamte Schule.
  2. Eine Arbeitsgruppe mit einem Vertreter der Schulleitung, einem Lehrer als Systematministrator sowie einem Lehrer als pädagogisch-didaktischer Betreuer des Bereichs IuK-Medien berät seit 1997 wöchentlich weitere Entwicklungen.
    Darüber hinaus gibt es die IuK-Lehrkräfte für die 5. und 7. Jahrgangsstufe (siehe Nutzungskonzept), die das schulinterne IuK-Curriculum umsetzen. Jede Fachgruppe hat darüber hinaus einen IuK-Ansprechpartner.
  3. Die Betreuung der IuK-Medien ist aufgeteilt in pädagogisch-didaktische und technische Aufgabenfelder, für die jeweils eine Lehrkraft verantwortlich ist.
  4. Informations- und Diskussionsveranstaltungen  und schulinterne Lehrerfortbildungen im Zusammenhang mit dem sich entwickelnden Konzept.
  5. Fortentwicklung des didaktischen Konzepts, das die innovativen Werkzeuge, Methoden und Lernumgebungen der IuK-Medien in technisch verlässlichen Unterricht integriert (Digitale Schulbank ).

Nutzungskonzept

Mit dem Rahmenkonzept liegt der Schule auch ein Nutzungskonzept für die  IuK-Medien vor. In diesem Konzept finden sich alle Fächer wieder, wobei die Verantwortung für die inhaltliche Auskleidung bei den Fachkonferenzen angesiedelt wurde.

Die Fachgruppen bestimmen die curriculare Integration der IuK-Medien. In diesem Zusammenhang wird seit geraumer Zeit durch die Fachgruppen ausgewählte Lern- und Anwendungssoftware eingeführt.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 sind für die Klassenstufen 5 und 7 ganzjährig eine Wochenstunde  IuK-Kurse eingerichtet worden. Dazu ist ein neuer schulinterner Iuk-Lehrplan entwickelt worden. Mit dieser Maßnahme wird der Fachunterricht  zeitlich entlastet, da die Schülerinnen und Schüler die grundlegenden Werkzeuge aus dem Konzept der  "Digitalen Schulbank"  beherrschen und systematisch für die einzelnen Fächer anwenden lernen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, die eigentlichen Fachinhalte im Unterricht in den Mittelpunkt zu bekommen.

In der gymnasialen Oberstufe werden die Medien- und Methodenkompetenz durch das Seminarfach wissenschaftspropädeutisch fortentwickelt. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler systematisch in die Erstellung von Facharbeiten von der Strukturierung des Themas über die Recherche bis zur Gestaltung der Arbeiten mit Unterstützung der IuK-Medien angeleitet.

Wegen des Anspruchs, die IuK-Medien verlässlich für den Unterricht zur Verfügung zu stellen, werden die IuK-Räume nur sehr eingeschränkt zur unbeaufsichtigten Nutzung durch Schülerinnen und Schüler freigegeben.  Diese Regelung, im Zusammenhang mit einem relativ freizügigen Netzwerk mit USB-Stick-Zugängen, hat zu großer Auslastung der Räumlichkeiten durch Unterricht geführt. Quer durch die Fachgruppen (insbesondere Erdkunde, Biologie, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Religion, Politik und Mathematik) werden die Räume z.T. in großen Blöcken als auch in Einzelstunden genutzt.

Zur Verminderung des Wartungsaufwandes und zur Kostenreduzierung bei zukünftigen Investitionen wurde in der ersten Förderrunde von n-21 (2001/2002) ein Terminalserver mit integrierter pädagogischer Oberfläche (NetMan for Schools) aufgebaut. Dieses System wurde 2005 für zusätzliche Arbeitsplätze erweitert.

Weiterhin sind Notebooks im mobilen Einsatz.

Da die Fortbildungsinitiative „Intel – Lehren für die Zukunft“  2000/2001 von insgesamt 46 Lehrkräfte des GGM  durchlaufen wurde,  war damals ein Grundstock für die zielgerichtete Nutzung der IuK-Medien gelegt worden.

Ein gewaltiger Entwicklungsschritt wurde mit der Einrichtung des  neuen Sprachenraums vollzogen. Auf dreißig Arbeitsplätzen kann in nahezu allen erdenklichen Möglichkeiten mit Medien in den unterschiedlichsten Fächern gearbeitet werden. Der Raum vereint altes Sprachlabor mit modernster Informations- und Kommunikationstechnologie.

Im Zusammenhang mit der baulichen Umgestaltung wurden inzwischen in den IuK-Räumen SMART Boards installiert, mit denen die Lehr- und Lernbedingungen maßgeblich  verbessert wurden. Bisher sind die Kunsträume im Gebäude 1 und ein Biologieraum ebenfalls mit SMART Boards ausgerüstet worden.

Zurzeit stehen für den Unterricht drei IuK-Räume mit jeweils 30 Schülerarbeitsplätzen sowie mobile multimediaeinheiten Einheiten (Norbooks, DVD-Player und Beamer) zur Verfügung.

Überblick Ausstattung und Fortentwicklung

  1. Frei zugängliche Terminals in der Pausenhalle (seit Schuljahr 2007/2008)
  2. Insgesamt sieben Lehrerarbeitsplätze in Bibliothek, Stillarbeitsraum, Sammlungen
    Die Lehrerinnen und Lehrer haben hier die Möglichkeit, sich für den Unterricht vorzubereiten.
  3. Ausbau des bestehenden Projektionsraums zu einem modernen Präsentationsraum
    Der großen Projektionsraume (ähnlich aufgebaut wie ein Kino) ist auf neue Präsentationstechnologien angepasst worden. Der Raum wird durch die Unterstützung des Schulassistenten im täglichen Unterrichtseinsatz flexibel genutzt.
  4. Einrichtung eines Sprachenraums (IuK-Raum 524),
    der mit 30 Arbeitsplätzen und einem SMART Board  als Multimediaraum für alle Fachgruppen zur Verfügung steht.
  5. Einbindung des Verwaltungsnetzes in die bestehende Infrastruktur
    Hierbei sind unterrichtsbezogene Belange nur sekundär betroffen, wobei über die Gesamtvernetzung der Schule auch der Verwaltungsbereich integriert wird. Dabei ist aus datenschutzrechtlichen Gründen einer strikten Trennung von Verwaltungs- und Unterrichtsbelangen Rechnung getragen worden.
  6. Ein Terminalserver-Netzwerk ( Netman for Schools) mit pädagogischer Oberfläche für die Lehrercomputer und identischen Clients auf allen Schülerarbeitsplätze.
    Das System ermöglicht Fernwartung und leichte Installationen neuer Software. Damit stehen über 100 Arbeitsplätze mit identischer Oberfläche für den Unterricht zur Verfügung.
  7. Test von Content-Management-Systemen (noch keine befriedigende Lösung gefunden, USB-Einsatz bevorzugt - 2008/2009).
  8. Integration von drei interaktiven Whiteboards (SMART Board)
    In die drei bestehenden Computerräume sind SMART Boards integriert, die mit der Software SMART Notebook eine tragende Bedeutung im Medienkonzept haben (siehe Schul-CD).
  9. Einstieg über eine VPN-Verbindung über ein GATE von der Servicefirma SerNet in das Schulnetz Göttingen
    Die Einbindung in GöSN hat der Schule enorme administrative Verbesserungen gebracht, da der komplette Bereich Internetanbindung von außen gewartet wird. Zusätzlich ist ein Jugendschutzfilter integriert.
  10. Integration von 2 Multimediaarbeitsplätzen
    mit SMART Boards im Kunstbereich in Arbeit (2008/2009)

  11. Integration eines vernetzten Arbeitsplatzes in der Physiksammlung
    Auch die neu ausgestattet Physik hat Zugang zu einem vernetzten Computerarbeitsplatz.
  12. Aufrüstung des IuK-Raum 522 des GGM auf 30 Rechner (Schuljahr 2006/2007)
    Durch den erfolgreichen Versuch mit hochwertigen gebrauchten Rechnern auch in diesem Raum 30 Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, stehen auch dort Multimediaarbeitsplätze in Klassenstärke bereit.
  13. Einrichtung einer 3. Computerraumes im Gebäude 2
    Der Raum besteht aus der ältesten Generation der PC am GGM und ist durch Terminalservertechnologie auf den aktuellen Stand der Technik gebracht worden. Auch hier ist es durch die Zusammenstellung der älteren Geräte gelungen, 30 Multimediaarbeitsplätze bereitzustellen. Im Schuljahr 2007/2008 wird hier eine Umrüstung auf 30 gebrauchte Terminals vom Landkreis Göttingen vorgenommen werden.
  14. Mobilen NT-Einheiten (15 Notebooks) werden in der Schule zu Präsentationszwecken genutzt.
  15. Internetpräsenz in einem Redaktionssystem (Typo3) seit Dezember 2007
    Die Internetpräsenz ist Teil des Medienkonzepts und verbindet in Zukunft vermehrt durch Dienstleistungsangebote die schulische Arbeit.

Systemischer Ansatz

Hinsichtlich der pädagogisch-didaktischen und technischen Betreuung haben sich folgende Entwicklungen im Konzept herauskristallisiert, die über die schulinternen Aktivitäten hinausgehen.

  1. Die unterrichtspraktischen Erfahrungen des Modells Grotefend-Gymnasium  mit der  "Digitalen Schulbank" werden durch Fortbildungsmaßnahmen im Rahmen der regionalen Lehrerfortbildung aber auch informell an benachbarte Schulen weiter gegeben. Im Rahmen der Entwicklung eines Beratungskonzepts für niedersächsische Schulen ist die mediendidaktische Konzeption ein zentrales Element geworden.
  2. Das technische Wartungskonzept wird in einer Mischform zentraler und dezentraler Wartung entwickelt. Zur Entlastung der schulinternen Administration werden Landesmittel genutzt. Zentrale Wartungsleistungen werden zurzeit beim Einsatz des Terminalservers (Anbieter vom freien Markt) und bei der verlässlichen Nutzung des Internets (GöSN) eingekauft.  Dezentrale Administration (schulinterne) wird augenblicklich durch Stundenkontingente einer Lehrkraft und freiwillige Schülerleistungen erbracht.
  3. Eingebunden in die  "Digitalen Schulbank"  ist extern auch das Angebot des Kreismedienzentrum Göttingen, die ein System der Mediendistribution aufgebaut hat, mit dem digitale Unterrichtsmedien in den Schulalltag gebracht werden können.